partie centrale qui "pousse"
Biofilme sind organisch-pflanzlicher Bewuchs in natürlichen und künstlichen Wassersystemen. Sie kommen überall dort vor, wo Wasser mit festen Oberflächen in Berührung kommt. Es gibt praktisch keine Oberfläche, die nicht von Biofilmen besiedelt ist.
In landwirtschaftlichen Wasseranlagen bildet sich Biofilm im gesamten Wasserkreislauf:

Biofilme sind Mikroorganismen, die in jedem Wasser, also auch Brunnen- und Stadtwasser leben. Sie bestehen überwiegend aus Bakterien, Algen, Pilzen und Protozoen (Krankheitserregern).
Die Mikroorganismen besiedeln alle Grenz- und Kontaktflächen von Wasser und Wand des jeweiligen Behältnisses.
Dor schliessen sie sich zu äusserst effizienten Lebensgemeinschaften zusammen, in dem sich Biofilmzellen zu Biofilmkulturen verbinden um eine Abschwemmung zu verhindern.

Biofilme sind das ideale Nährstofffeld für pathogene Substanzen. Beeinflusst wird die Bildung in wasserführenden Systemen durch initiale Keimeinträge, Temperatur, Wasserparameter, Nährstoffangebot und Betriebsweise des Wassersystems (Brunnen, Zisternen, Wasserfluss und Stagnation).
Es genügt, dass einzelne mikrobielle Strukturen pathogener Spezies in das Wassersystem eindringen, den Biofilm initiieren oder vorhandenen Biofilm besiedeln. Damit wird der Biofilm infiziert, fungiert als Habitat für alle Arten mit pathogenem Potenzial und wird so zu einem rasant ansteigenden Hygieneproblem.
Landwirtschaftliche Wassersysteme sind für pathogene Biofilmbesiedelung prädestiniert. In Brunnenanlagen mit Ansaugrohr, Pumpen und Wasserspeichern fehlt der hermetische Abschluss gegenüber der Außenwelt. Die Besiedelung erfolgt bereits am Ansaugrohr und wird vom Wasserfluss weiter getragen. Kleine Öffnungen in den Leitungen und Behältnissen fördern den Eintrag, so dass der Biofilm von den Verbrauchsarmaturen (Trinknippeln, Tränken, etc.) in die Leitungen hinein wächst. Aus diesem Grund werden auch Anlagen, die mit Stadtwasser betrieben werden, mit Biofilmkulturen besiedelt.

Das physikalisch-technische Verfahren Aqua-4D® setzt dort an, wo die Probleme entstehen: Bei der Unterbindung und dem Abbau des Biofilms.
Die durch die EPS-Bildung der Biofilmkulturen produzierten Proteine können sich nicht mehr an den Leitungswänden anheften. Vorhandener Biofilm löst sich ab und der Aufbau von neuem Biofilm wird verhindert.
Der Einfluss auf die Verkrustung hat auch einen wesentlichen indirekten Effekt, indem es diese Ablagerungen verhindert, welche für den Biofilm Fixierungspunkte darstellen (die Oberflächen sind weniger glatt), sowie für deren Vermehrung das notwendige Substrat darstellen.
Um zu einer effektiven und kostengünstigen Lösung zu kommen, hat es sich bei den Betrieben bewährt, die standardisierte Aqua-4 D® Anlage direkt nach dem Speicherbehälter und dessen Pumpe einzubauen. Auf diese Weise wird der Biofilm in dem Leitungssystem direkt nach der Pumpe eliminiert.
Für den Anschluss an Stadtwasser gilt, die Aqua-4D® Anlage nach dem Wasserzähler einzubauen. Auf diese Weise werden alle Versorger der Stalleinrichtungen erreicht.

Seit März 2007 sind Aqua-4D Anlagen in mehreren Viehzucht- und Milchwirt-schaftsbetrieben im Einsatz.
Übereinstimmende Erfahrung ist, dass sich innerhalb von 4 – 6 Wochen der vorhandene Biofilm auflöst und kein neuer Ansatz gebildet wird. Voraussetzung für eine rückstandsfreie und schnelle Auflösung ist ein mehrmaliges Durchspülen der wassertechnischen Installationen. Auf diese Weise wird verhindert, dass Leitungen, Armaturen und Trinkvorrichtungen durch gelösten Biofilm verstopfen.